Tinnitus erhören

Ein Nachbar wird aufgrund seines Ohrproblems in einer Spezialklinik behandelt.

Diagnose: Tinnitus, nicht heilbar

Neugierig frage ich nach der Art der Behandlung. Die Antwort entspricht nicht meinem Verständnis von Therapie, sondern eher einer Form von Verdrängen. Wahrscheinlich werden so die Depressionen, an denen der Herr Nachbar seit Jahren aufgrund seiner Ohrgeräusche leidet, eher gesteigert statt verringert.

Die Patienten lernen in der Klinik, die Ohrgeräusche durch starke Konzentration auf etwas anderes, auszublenden. Gelingt das, fühlen sie sich tatsächlich für diesen kurzen Zeitraum gut. In einer Übung müssen sie mit verbundenen Augen die Stimme ihres Therapeuten aus der Menge herausfiltern.

Ich frage mich, wie diese starke Konzentration dauerhaft im Alltag hergestellt werden kann?

Ist das nicht mega anstrengend?

Erzeugt das nicht zusätzlichen Druck?

Vor allen Dingen ist es der Kopf, der ohne hin voll von Gedanken ist und somit noch stärker gefordert wird.

Die Töne nach wie vor da, werden nur „ausgeblendet“.

Meine Erfahrung zeigt, dass es um die Heilung der Ursache geht. Und dass dies ermöglicht, dass sich ein angeblich unheilbarer Tinnitus dauerhaft verabschieden darf.

Welche Botschaft steckt hinter den Ohrgeräuschen?

Diese gilt es zu erkennen.

Und bis zu diesem Punkt werden die Botschaften oft andauernder und lauter („Wie laut muss ich noch werden, damit ER/SIE mir endlich zuhört?“)

Oft werden die Geräusche als ein Pfeifen, Rauschen oder Brummen beschrieben. Unsere Ohren stehen im direkten Zusammenhang mit dem Gleichgewichtszentrum und senden Signale, dass ein Ungleichgewicht besteht.

Wenn wir uns dem zuwenden können wir erfahren, in welchem Bereich dies der Fall ist.

Viele Betroffene sind Menschen, denen es schwer fällt, anderen zuzuhören, weil ihr Kopf ständig aktiv ist, ständig Lärm erzeugt. Während der andere erzählt, ist ihr Verstand schon mit Antworten, Analysieren und Bewerten beschäftigt. Oft geben sie gute Ratschläge, die sie selbst nicht anwenden. Oft verwechseln sie Intellekt mit Intuition.

Deren wahre Eingebung wird vom Verstand „übertönt“. Oft fällt es ihnen schwer, Ratschlägen und Kritik von anderen „zuzuhören“.

Wie können wir nun selbst handeln, um eine Veränderung dauerhaft anzusteuern, wenn wir Ohrgeräusche als störend wahrnehmen?

💨Wir nehmen uns Zeit und Raum FÜR die Geräusche, schenken ihnen unsere Aufmerksamkeit. FREI-willig. Werden innerlich ganz ruhig und passiv und so zum perfekten Empfänger.

💨Alle Töne und Geräusche dürfen da sein. Es gibt nichts weiter zu tun als nach innen zu lauschen und dabei bewusst zu atmen.

💨Wir geben uns der Möglichkeit hin, dass die Geräusche einen Sinn haben. Dass es darum geht, uns wieder selbst zuzuhören, in uns hinein zu hören. Dass unser Verstand auch mal im Hintergrund bleiben und still sein darf.

💨Wir öffnen uns für das „Ungleichgewicht“ in uns. Wir vertrauen unserem Gefühl, lauschen nach innen um die Schritte zu gehen, die wieder ins Gleichgewicht führen.

 

Haben wir die Botschaft empfangen, kann der Sender aufhören zu senden.

Das Tinnitus-Symptom wird nicht mehr benötigt.

Das Leben meint es immer gut mit uns, auch wenn es oft nicht so erscheint.

Und oft ist auch die Lösung viel einfacher, als wir denken.

 

Deine Andrea

💜💚💜

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Warum Teil 2 – das kleine Warum ;-)

Warum bin ich nicht glücklich?

Warum behandelt mein Mann mich nicht liebevoll?

Warum ist mein Chef ein Arsch?

Warum verhalten sich meine Kinder so doof?

Warum bin ich so wie ich bin?

Warum fließt Geld nicht zu mir?

Warum ist die Welt so schlecht?

Warum glotzen die so blöd?

Warum finde ich keinen Partner?

Warum sieht mich niemand?

Warum muss ich mich immer bei den anderen melden?

 

Warum, warum, warum ….

Gehörst Du zu diesen „Warum-Fragern“?

Und hast Du Dich schon mal gefragt, was Dir diese Fragen bringen?

Bringen sie Dir Nutzen, wie:

Erleichterung ?

Antrieb?

Mut?

Spaß?

Selbst wenn Dein Verstand Dir eine plausible Antwort auf Deine Frage liefern könnte, was würde dies an der Situation verändern?

Vielleicht wäre dein Verstand zufrieden, ja. Aber was noch?

Ich kenne niemanden, der wahre Zufriedenheit durch Kopfbefriedigung gefunden hat!

Die Auswirkung dieser Fragen sind eher anklagend. Sich selbst und die Welt da draußen anklagend. Und schwups befördert uns so eine Frage unbewusst in die Opferrolle. Wir fühlen uns ohnmächtig.

Nach meinen Erfahrungen hat das „Kennen“ in Form von „Wissen“ des Verstandes nichts mit dem Wert und der Wirkung des „Erkennen“ gemeinsam.

Die kurze Befriedigung unseres Verstandes verglüht im Schein des Lichtes einer inneren Erkenntnis.

Für wahres Erkennen ist es nicht notwendig, das Warum zu kennen!

Durch Erkennen verändert sich etwas in unserem Wesen.

Und damit auch in unserem Leben.

Die Umstände mit dem Kopf verstehen zu wollen macht unseren Entwicklungsprozess nicht leichter.

Das „Verstehen wollen“ macht den Schritt der Annahme eher schwieriger.

Als wertvoll sehe ich die Absicht, das „Warum dahinter“ zu erkennen.

Ein Beispiel:

Du wartest auf einen Anruf von jemandem, der Dir etwas bedeutet. Diese Person meldet sich aber nicht.

Interessant ist, was diese Situation mit Dir macht. Welche Gefühle löst sie aus? Wirst du unsicher? Fühlst du dich einsam? Vielleicht gehst du auch direkt in die Gegenwehr, so a la „dann eben nicht“. In die Sturheit.

Welche Gedanken kommen automatisch?

Vielleicht überlegst du, warum sich diese Person nicht meldet? Findest Gründe „FÜR“ diese Person. Vielleicht ist sie zu beschäftigt. Vielleicht ist ihr auch etwas passiert. Vielleicht hast du Verständnis für das Verhalten dieser Person.

Doch hiermit befindest Du Dich in der Angelegenheit der anderen Person. Und das bringt DIR gar nichts. Außer Unwohlsein und einen qualmenden Kopf.

Hinterfrage und beobachte Dich: WAS genau passiert da in DIR?

Die Frage nach dem Warum und das Denken für den Anderen führen nicht zur Lösung.

Es braucht kein Warum zum Erkennen.

Es braucht Erkennen zum Zu-FRIEDEN-SEIN.

?-lichst

Deine Andrea

 

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Warum “WARUM” ???

Kennst Du Dein „Warum“?

Kennst Du diese Frage und hat sie Dich vielleicht auch schon mehr oder weniger beschäftigt?

Mir begegnet diese Frage häufig. Sie ist angeblich die Lösung allen Übels: Du MUSST Dein WARUM kennen!

Es scheint ein No-Go zu sein, wenn Dir die Klarheit über Dein persönliches „Warum“ fehlt. Ohne Dein „Warum“ zu kennen, brauchst Du eigentlich gar nicht zu starten. Egal ob es um Berufung, Marketing, Geld verdienen, Herz-Öffnung, Entwicklung oder X geht. Die Frage nach dem „Warum“ scheint so grundlegend wichtig, dass Workshops und Seminare dazu angeboten werden.

Ich habe an die tiefe Bedeutung dieses Wissens geglaubt.

Warum?

Weil einige Speaker und Coaches, von denen ich viel halte, dies als Top-Thema predigen. Was für eine schwach-sinnige Antwort 😉

Deshalb habe ich mich mit meinem „Warum“ beschäftigt. Immer mal wieder. Habe mir Zeit genommen und mich hingesetzt, vor ein leeres Blatt Papier. Reingefühlt, reflektiert, meditiert und aufgeschrieben.

Worum geht es mir wirklich? Was ist mein Warum?

Und ja, es kamen Ergebnisse und Antworten auf meine Fragen. Ich kenne mein Warum.

Was hat sich nun wirklich dadurch verändert?

Meine Erkenntnis lautet:       NICHTS !!!

Mein „Warum“ zu kennen verändert nichts WESENTLICHES. Außer, es zu kennen. Vielleicht befriedigt es meinen Verstand.

Ich weiß, dass ich in dieser Zeit lebe, um den Wandel zu unterstützen. Um dienen zu können, ist mein eigener Wandel Voraussetzung. Und ich liebe das, was ich dafür tue.

Dieses Wissen verändert jedoch nichts in meinem Wesen. Nichts wird dadurch leichter, nichts wird schwerer.

Dieses Wissen verändert auch mein Navi nicht. Mein Herzbarometer, das mir zuverlässig anzeigt, ob sich etwas stimmig oder unstimmig anfühlt.

Unser Herz kennt den Weg. Unser Herz-Navi ist bereits programmiert. Wie auch unser Navi im Auto von jedem neuen Punkt aus wieder den Weg zum Ziel neu berechnet. Wenn wir uns verfahren, in einer Sackgasse landen oder eine Panne haben. Das Navi führt uns auf den richtigen Weg zurück.

Die Route ist unser Herzensweg.

Und wenn wir wieder lernen, auf unser Herz, auf unser Navi zu hören, kommen wir unweigerlich an unser Ziel.

Dabei sind Fehler und Umwege erlaubt.

Wir bestimmen das Tempo.

Wir haben immer die Wahl.

Für uns oder gegen uns.

Mit oder ohne „Warum“.

 

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