Alter Muster

Was gerade abgeht:

Ich erkenne einen interessanten Automatismus in mir.

Er zeigt sich durch Geschichten bzw. Arschengel im Außen und zusätzlich durch Körperempfindung.

Erst als ich in die Körperempfindung eintauche, macht es klick.

Ich spüre die Auffälligkeit in meinen Hals, besonders beim Schlucken. Jedoch nicht innen, sondern eher nach außen gerichtet. Zudem fühlt mein Hals sich nach außen hin kalt an, fast eisig, als ich ganz bewusst in den Bereich atme und spüre.

Genauso zeigt sich mein Verhalten in meinen Geschichten im Außen. Beim Treffen mit meiner Mutter stößt mir auf, wie wenig mitfühlend sie sich in einer Situation verhält. Sie bewertet und verurteilt. Vor dem Gespräch konnte ich sie warm umarmen.

Als meine Bewertung ihr gegenüber auftritt, verhalte ich mich automatisch kühl, ohne jedoch das Thema anzusprechen.

Ich erkenne den Spiegel, den das Leben mir vorhält.

In meinen Gedanken verurteile ich sie dafür, dass sie verurteilt.

Und dass sie nicht mitfühlt. Und genau dies ist meine Reaktion. Durch meine automatisch auftretende Kälte blockiere ich mein Mitgefühl.

Mir wird klar, wie normal, wie gewohnt, meine Reaktion mir erscheint. Ich kenne es gar nicht anders, besonders in Partnerschaften. Ich erinnere mich, dass ich meinen Mann früher selbst mit tagelanger Kälte behandelt habe.

Nur war ich da noch der Meinung, er sei der Schuldige und der Kalte.

Klar hat mich genau dieser Kälteschutzwall als Kind geschützt, um bestimmte Gefühle nicht mehr fühlen zu müssen. Auch habe ich diesen Mechanismus von meiner Mutter übernommen. Wenn ich mich gegen ihren Willen verhielt, strafte sie mich mit Kälte. Manchmal ignorierte sie mich über mehrere Tage.

Ich lege meine Kälte ab.

Sie dient mir nicht mehr in dem Sinne, wie ich mein Leben führe.

Ich spreche aus, was raus will.

Auf die Gefahr hin, eine vorgetäuschte Harmonie zu entlarven.

Danke Leben, danke Spiegel, danke Körper!

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Veröffentlicht von

Andrea Nixdorf

Ich wurde 1969 in Lünen, ein Örtchen zwischen Ruhrpott und Münsterland gelegen, geboren. Nach 20 Jahren in der Industrie zwang mich ein Burnout zum Richtungswechsel. Seitdem bewege ich mich in einer ganz anderen Welt. Diese erscheint mir wundervoll, erfüllend und immer wieder neu. Es gibt ständig Veränderungen. Und ich gehe da mit.

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