Tiere als Seelenspiegel

————-Tiere sind das Spiegelbild unserer Seele————–

Diese Aussage ist vielen bekannt.

Doch was ist wirklich damit gemeint und wie kann uns dieses Wissen dienen?

Ein Beispiel:

Der Hund meiner Freundin verhält sich beim Spazierengehen oft aggressiv. Wenn ihm fremde Hunde entgegen kommen knurrt er und fletscht die Zähne.

Oft ist es für sie schwierig, ihn wegzuziehen.

Ihre Hilflosigkeit lässt sie im Gegenzug zornig auf ihren Hund reagieren.

Ich sehe dies so, dass der Hund hier die Wut bzw. einen Anteil von Aggressivität meiner Freundin spiegelt.

Vielleicht ist ihr dieser Anteil nicht bewusst, daher zeigt er sich „offen-sichtlich“ durch ihren Hund.

Vielleicht erscheint ihr dieser Anteil aber auch so normal, da er schon lange in ihr wütet und sie es nicht anders gewohnt ist. Vielleicht kennt sie es gar nicht mehr ohne.

Natürlich kann diese Spiegelung ebenso durch wütende Mitmenschen geschehen, die wir in unser Umfeld ziehen, wenn in unserem Inneren eine Wut versteckt oder fest sitzt.

Es wird auf Dauer wenig bringen, den Hund strenger zu erziehen. Und mit Wut auf Wut zu reagieren wird die Lage nicht beruhigen.

Meine Erfahrung zeigt, dass die Situation sich verändert, wenn der Mensch sich um sein inneres Wesen kümmert.

In diesem Fall um die Wut.

Natürlich möchten wir keinen wütenden Menschen sein, das wurde uns oft als Kind schon untersagt. Besonders als Mädchen.

Meine Art des Umgangs damit ist es, dem Gefühl Aufmerksamkeit zu schenken. Und zwar freiwillig.

Ich bestimme den Zeitpunkt anstatt mich immer wieder von der Außenwelt darauf stoßen zu lassen.

Dafür lege oder setze ich mich bequem hin und nehme meine Aufmerksamkeit nach innen. Das heißt ich richte sie anfangs in meinen Körper, indem ich ihn von innen heraus spüre und dabei bewusst atme. Dann lade ich das besagte Gefühl ein, sich zu zeigen. Ich spüre es im Körper, finde heraus, wo es steckt. Wut sitzt häufig im Bauch. Oft ist es so, dass wenn die Wut bewusst gefühlt ist, sich eine dahinter versteckte Traurigkeit zeigt. Auch die möchte gefühlt werden. Vielleicht möchten Tränen fließen. Jede Träne, die ohne Widerstand geweint wird, ist Gold wert.

Diese Annahme bewirkt Wunder. Und dieses Wunder wirkt sich direkt auf unser Umfeld aus.

Denn das Leben meint es immer gut mit uns.

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Veröffentlicht von

Andrea Nixdorf

Ich wurde 1969 in Lünen, ein Örtchen zwischen Ruhrpott und Münsterland gelegen, geboren. Nach 20 Jahren in der Industrie zwang mich ein Burnout zum Richtungswechsel. Seitdem bewege ich mich in einer ganz anderen Welt. Diese erscheint mir wundervoll, erfüllend und immer wieder neu. Es gibt ständig Veränderungen. Und ich gehe da mit.

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