Emotionen und Gefühle

Ich habe schon immer viel geheult.
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„Ich bin eben nah am Wasser gebaut“, so hieß meine Heulsusen-Erklärung.
Das konnte bei einem Film oder im wahren Leben sein. Tränen der Freude, der Angst oder der Wut.
Oft waren es Tränen des Mitleids, besonders wenn es um Tiere ging.
Tränen der Schuldgefühle und Trauer beim Tod meiner eigenen Tiere.
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Als kleines Mädchen hatte ich das Fenster aufgelassen und mein Wellensittich Hansi flog weg.
Wiederholung beim Hamster Willi, den ich angeblich mit Äpfeln überfüttert hatte.
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Die Reaktion auf mein Leid: Ich will kein Tier mehr haben!
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Viele Jahre später war die Liebe größer als die Angst.
Ich hatte mein eigenes Pferd und nannte es Faith.
Faith Tod löste wieder riesige Schuldgefühle in mir aus.
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Dieses Mal war mir bewusst, was da passierte.
Durch mein Bewusst-Sein konnte sich die Anhaftung dieser Energien aus mir heraus lösen.
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Wichtig ist, wahrzunehmen was ist.
Auch den Widerstand anzunehmen, den wir oft gegen Emotionen wie Angst, Wut, Schuld und Trauer haben.
Das bewusste Fühlen in der Annahme ist wie eine Tür zum Gegenpart, eine Tür in die Freiheit.
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Wir dürfen zwischen Gefühlen und Emotionen unterscheiden. Ein „emotionaler Mensch“ ist nicht unbedingt ein „Gefühlsmensch“.
Ein Gefühlsmensch ist nicht der Mensch, der ständig emotional ausbricht, egal ob wütend oder freudig.
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Emotionen sind Reaktionen auf Trigger.
Das heißt, sie werden durch äußere Umstände oder Gedanken ausgelöst.
Sie sind unkontrolliert, machen mit uns was sie wollen.
Sie sind wild.
Sie trüben den von Natur aus ruhigen Spiegel unserer Seele. Unter diesem Spiegel liegen unsere Gefühle.
Wahres Fühlen findet in der Tiefe statt.
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Fühlen weist uns den Weg.
Es ist die Sprache unseres Herzens.
Unser ursprüngliches Navi.
Zurück zu dem, was wir sind.

💖 

Das was wir sind ist viel besser als alles, was wir jemals werden können!!!

Von 💜
Deine Andrea

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Überflüssiges Vertrauen

Oft sagt mir jemand, dass er mich um mein Vertrauen beneidet. Um das Vertrauen ins Leben.

Manchmal sagt mir jemand, dass er mein Vertrauen für Naivität hält.

Was ich über Vertrauen denke?

Dass es weder etwas ist, das es zu beneiden gilt noch dass es sich um Gutgläubigkeit handelt.

Vertrauen ist NICHT der heilige Schlüssel!

Vertrauen bedeutet, dass es etwas gibt, dem wir trauen.

Das kann ein Mensch oder ein Tier sein.

Es kann etwas sein, das höher ist als wir es sind.

Oft auch Formen von Religionen.

Das nennen wir dann „Glauben“.

Wenn wir einen tiefen Glauben in uns spüren, kann dies unser Leben um ein Vielfaches einfacher gestalten.

So fällt Menschen, die ihren Glauben verloren haben, das Leben oft besonders schwer.

Doch noch kraftvoller und mächtiger als Glauben ist Wissen!

Wenn wir wissen, dass wir da, wo wir sind, genau richtig sind, mit allen Umständen und dass das Leben FÜR uns spielt, dann kann uns nichts mehr aus der Bahn werfen!

🍁VERTRAUEN IST ÜBERFLÜSSIG, WENN ES KEINE ANGST MEHR GIBT🍁

Daher: Versuche nicht Vertrauen zu erlangen, um Deine Ängste damit zu überdecken.

Das kann nicht funktionieren!

Dadurch entstehen zum Beispiel Resultate in Beziehungen wie „Du hast mein Vertrauen missbraucht“.

Was bedeutet: Im Ursprung haben wir Angst, den Partner zu verlieren. Weil er uns vielleicht Treue schwört, denkt unser Verstand, ihm vertrauen zu können. Wir üben uns darin, ihm zu vertrauen, versuchen ihm Freiraum zu lassen. Und werden am Ende trotz guten Willens enttäuscht, indem unser Partner fremd geht oder uns verlässt.

Und dass muss so sein, da es die natürliche Resonanz auf unsere Angst ist!

Was funktioniert?

Schau dir Deine Ängste an!

Gib ihnen Raum indem Du sie bewusst fühlst!

So geschieht Annahme!

Dein nicht gewollter Anteil wird integriert und Du erfährst Transformation.

Und durch Deine Erfahrung der Wandlung in Dir weißt Du: Dein Leben ist FÜR Dich!

💜-lichst

Deine Andrea

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Babysitting – eine Übung zur Selbst-Entwicklung

Raus aus meiner Mitte aber volle Lotte.

So raus, dass ich das schmutzige Spülwasser aus dem Kaffeeautomaten für Tee halte und einen ordentlichen Schluck nehme, um ihn dann voller Entsetzen (boah schmeckt das ekelig, irgendwie wie kalter Rauch) wieder auszuspucken.

Wie ich in diesen Zustand gerate?

Ich spiele Babysitter.

Babysitter für meinen 6-jährigen und frisch eingeschulten Liebling. Mit Übernachtung und früh-morgendlichem Fahrdienst. Etwas, was für Mütter ganz normaler Alltag ist. Und das nicht selten mit nur einem Kind.

Für mich eine mega Herausforderung. Herrlich, wie ich mich in Klarheit und Konsequenz üben darf 😉

Das Ins-Bett-Bringen gelingt mir gut. Beim Geschichten-Vorlesen wird der süße Sohn meiner Freundin ganz ruhig und bereit für die Nacht.
Schließlich müssen wir früh raus, damit er pünktlich in der Schule ist. Mein Auftrag ist, ihn um 6 Uhr zu wecken. Dann will ich schon fertig sein, das heißt für mich noch eine halbe Stunde eher aufstehen und bedeutet für mich Widerstand gegen meine Natur.
Was für ein Horror! Wie Blödmann taper ich durch die Wohnung und die linke Hand weiß nicht was die rechte tut.
Völlig neben der Spur lese ich mir zum fünften Mal meine To-Do Liste für den Morgen durch. Gott sein dank ist die Butterbrotdose schon befüllt. Ab in den Tornister damit.
Schon höre ich meinen kleinen Gast aus dem Schlafzimmer rufen und begrüße ihn. Das ist schön.
Dann sagt er, es gibt eine gute und eine schlechte Nachricht. Ich bin gespannt. Die schlechte ist, er hat ins Bett gemacht und das ist nass. Seine Hose auch. Die Frage nach der guten bleibt ohne Antwort…

Ich lege ihm seine Sachen zum Anziehen hin und bereite in der Küche Frühstück vor. Er kommt, setzt sich an den Tisch und isst.
Ja, er ist angezogen.
Jedoch nur mit Socken.
Er frühstückt nackig.
Doch er scheint sich wohl zu fühlen, isst sogar Körnerbrot, was er sonst nicht mag.

Zum Malen haben wir nun leider keine Zeit mehr, was ihn schon etwas missmutig stimmt.
Noch missmutiger wird er, als ich den falschen Kindersitz in mein Auto packe. Schließlich hat seine Mutter extra den großen aus ihrem Auto ausgebaut.
Der andere ist viel leichter und praktischer aber ich bleibe nicht standhaft und schleppe das Monstrum in mein Auto um es, bestimmt nicht vorschriftsmäßig, auf die Rückbank zu hieven. Ich schwitze.

Just in time düsen wir los, es ist noch dunkel und plästert. Mein Lieblingswetter auf der Autobahn. Noch nicht wach und dazu noch blind.

Doch wir gelangen pünktlich zum Ziel und finden den Eingang beim zweiten Anlauf und die richtige Klasse.
Trotz Anstrengung ein schönes Gefühl.

Wieder zuhause richte ich mich und meinen Tag noch einmal neu aus.
Ich liebe es, den Tag mit Zeit und Stille zu starten.
Früh aufstehen hat übrigens in alten Zeiten auch nach 20 Jahren Gewohnheit nicht beglückt;-)
Dennoch musste ich auch diese Seite erfahren, um heute so dankbar für mein Leben in meinem natürlichen Rhythmus zu sein.

P.S. Einen riesen Respekt an alle Mütter!!!

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