Berufung

Ich muss mir was gestehen.

Ich weiß nicht, was meine wahre Berufung ist.

Schlimm? Nein, überhaupt nicht. Es ist nicht mehr wichtig, ob ich nun meine Berufung gefunden habe oder nicht.

Ich habe meine Sicht dazu geändert. Es gibt sie für mich nicht, die “eine Berufung”.

Das, was ich gerade mache, scheint mich zu rufen, sonst würde ich es nicht tun. In dem Moment bin ich dazu „berufen“.

💮Einzelsitzungen mit dem Menschen rufen mich nach wie vor. Ich fühle mich immer wieder neu begeistert und dankbar in dieser wundervollen Arbeit. Zeuge aufgehender Herzen sein zu dürfen und mein eigenes Herz dadurch selbst immer weiter zu öffnen ist keine Arbeit sondern ein riesiges Geschenk. Sowie gemeinsames Atmen in kleinen Gruppen jedes Mal eine Abenteuer-Reise ist.

💮Die Wanderungen mit den Alpakas und den Menschen bedeuten Freude pur. Ich liebe es, mich in der Natur zu bewegen und bin jedes Mal hin und weg, was der Ort Castrop Rauxel so mitten im Ruhrpott da zu bieten. Hügelige Waldlandschaften inmitten von Feldern und Pferdewiesen. Energie-Tankstelle. Ebenso schön zu erleben, welche Wirkung diese knuffigen Tiere auf die Menschen haben. Oft kommen sie grummelig gestresst an und verlassen selig gechilled die Farm.

💮Die Zeit, die ich mit den Flüchtlingskindern verbringen darf, ist ebenfalls Gold wert. Egal ob es das unbeschwerte Lachen einen afrikanischen Mädchens ist oder das entgegengebrachte Vertrauen verschlossener Mütter, die so viel Angst durchlebt haben. Einige haben mir von ihrer Flucht erzählt. Ein Jahr zu Fuß mit Kind und Kegel unterwegs in die Ungewissheit. Ihr Mut und ihre Geschichten berühren mich zutiefst.

💮Dann ist da noch das Schreiben, hier im Blog oder für Zeitschriften oder Bücher. Auch das erfüllt mich.

Was durch diese Tätigkeiten in mir erfolgt, ist Freude.

Freude = Erfolg

Dieses Gefühl weiß ich dankend zu schätzen. Vielleicht umso mehr, weil ich vorher 25 Jahre in ungeliebten Jobs brauchte, um da hin zu gelangen.

Fazit: Alles kommt zu seiner Zeit. Bei mir musste der Leidensdruck hoch sein, um Wandlung geschehen zu lassen.

In der aktuellen Zeit ist Wandlung viel schneller und leichter möglich!

Die Wandlung geschieht im Innen und zeigt sich im Außen.

Geist erschafft Materie.

Durch innerlich gefühlte Freude und Dankbarkeit kreieren wir äußere Umstände, die genau diese Gefühle widerspiegeln. So funktioniert die Spielregel des Lebens, das Gesetz der Resonanz. Gleiches zieht gleiches an. Warum dann nicht danach leben?

Das Leben ist immer FÜR uns und wir dürfen Einfluss nehmen!

Von 💜

Deine Andrea

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Tinnitus erhören

Ein Nachbar wird aufgrund seines Ohrproblems in einer Spezialklinik behandelt.

Diagnose: Tinnitus, nicht heilbar

Neugierig frage ich nach der Art der Behandlung. Die Antwort entspricht nicht meinem Verständnis von Therapie, sondern eher einer Form von Verdrängen. Wahrscheinlich werden so die Depressionen, an denen der Herr Nachbar seit Jahren aufgrund seiner Ohrgeräusche leidet, eher gesteigert statt verringert.

Die Patienten lernen in der Klinik, die Ohrgeräusche durch starke Konzentration auf etwas anderes, auszublenden. Gelingt das, fühlen sie sich tatsächlich für diesen kurzen Zeitraum gut. In einer Übung müssen sie mit verbundenen Augen die Stimme ihres Therapeuten aus der Menge herausfiltern.

Ich frage mich, wie diese starke Konzentration dauerhaft im Alltag hergestellt werden kann?

Ist das nicht mega anstrengend?

Erzeugt das nicht zusätzlichen Druck?

Vor allen Dingen ist es der Kopf, der ohne hin voll von Gedanken ist und somit noch stärker gefordert wird.

Die Töne nach wie vor da, werden nur „ausgeblendet“.

Meine Erfahrung zeigt, dass es um die Heilung der Ursache geht. Und dass dies ermöglicht, dass sich ein angeblich unheilbarer Tinnitus dauerhaft verabschieden darf.

Welche Botschaft steckt hinter den Ohrgeräuschen?

Diese gilt es zu erkennen.

Und bis zu diesem Punkt werden die Botschaften oft andauernder und lauter („Wie laut muss ich noch werden, damit ER/SIE mir endlich zuhört?“)

Oft werden die Geräusche als ein Pfeifen, Rauschen oder Brummen beschrieben. Unsere Ohren stehen im direkten Zusammenhang mit dem Gleichgewichtszentrum und senden Signale, dass ein Ungleichgewicht besteht.

Wenn wir uns dem zuwenden können wir erfahren, in welchem Bereich dies der Fall ist.

Viele Betroffene sind Menschen, denen es schwer fällt, anderen zuzuhören, weil ihr Kopf ständig aktiv ist, ständig Lärm erzeugt. Während der andere erzählt, ist ihr Verstand schon mit Antworten, Analysieren und Bewerten beschäftigt. Oft geben sie gute Ratschläge, die sie selbst nicht anwenden. Oft verwechseln sie Intellekt mit Intuition.

Deren wahre Eingebung wird vom Verstand „übertönt“. Oft fällt es ihnen schwer, Ratschlägen und Kritik von anderen „zuzuhören“.

Wie können wir nun selbst handeln, um eine Veränderung dauerhaft anzusteuern, wenn wir Ohrgeräusche als störend wahrnehmen?

💨Wir nehmen uns Zeit und Raum FÜR die Geräusche, schenken ihnen unsere Aufmerksamkeit. FREI-willig. Werden innerlich ganz ruhig und passiv und so zum perfekten Empfänger.

💨Alle Töne und Geräusche dürfen da sein. Es gibt nichts weiter zu tun als nach innen zu lauschen und dabei bewusst zu atmen.

💨Wir geben uns der Möglichkeit hin, dass die Geräusche einen Sinn haben. Dass es darum geht, uns wieder selbst zuzuhören, in uns hinein zu hören. Dass unser Verstand auch mal im Hintergrund bleiben und still sein darf.

💨Wir öffnen uns für das „Ungleichgewicht“ in uns. Wir vertrauen unserem Gefühl, lauschen nach innen um die Schritte zu gehen, die wieder ins Gleichgewicht führen.

 

Haben wir die Botschaft empfangen, kann der Sender aufhören zu senden.

Das Tinnitus-Symptom wird nicht mehr benötigt.

Das Leben meint es immer gut mit uns, auch wenn es oft nicht so erscheint.

Und oft ist auch die Lösung viel einfacher, als wir denken.

 

Deine Andrea

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Druck

Anfangs hampel ich ein wenig herum.

Was mache ich an meinem 50. Geburtstag?

Groß feiern, klein feiern oder wegfahren?

Als ich in mich hinein spüre weiß ich, dass ich mit Freunden feiern will. Die anderen Varianten kommen vom Verstand, weil sie vielleicht bequemer erscheinen.

Mit der Entscheidung beginnt die Planung. Ich fühle mich himmlisch unterstützt, alles fällt so leicht. Was ich für die Party brauche, scheint wie von selbst zu mir zu kommen und ich freue mich auf den besonderen Tag.

Dennoch gerate ich an diesem Tag unter Druck.

Es ist nochmal ein heißer Sommertag mit mindestens 30 Grad. Mein Freund und ich fahren mit zwei Autos um die bestellten gekühlten Getränke und Crash-Eis abzuholen.

Puh ist das heiß im Auto, die Klimaanlage funktioniert auch nicht mehr richtig. Ich sehe, wie das Eis in den Beuteln zu schmelzen beginnt und fast alle Ampeln sind rot.

Nix grüne Welle. Die Zeit beginnt zu rennen. Mein schöner Flow stoppt und blöde Gedanken übernehmen die Macht. Hoffentlich reichen die Getränke, hoffentlich bleibt alles kalt, hoffentlich schmilzt das Eis nicht weg. Alles unwichtiger Schmarrn, ich weiß das und trotzdem werde ich nervös.

Ich merke, wie der aufkommende Druck mir die Freude nimmt und ich nicht mehr wirklich bei mir bin. Zuhause angekommen gesellt sich zu dieser Unruhe noch eine leichte Genervtheit.

Ich weiß, dass ich in diesem Gefühl meine Feier nicht wirklich genießen kann. Somit gibt es jetzt nichts Wichtigeres zu tun, als mich um mich zu kümmern. Ich nehme mir diese Zeit und lege mich ein paar Minuten hin, um dem Druck in mir Raum zu geben. Mir wird dabei bewusst, dass dieses Gefühl noch vor ca. zehn Jahren mein alltägliches „Normal-Gefühl“ war!

Zudem kann ich den Druck körperlich in meinem Unterbauch wahrnehmen. Das erinnert mich an den Druck, der Vorbote meines Gebärmutter-Krebses im Alter von 25 Jahren war. Tagelang hinderte mich dieses Druckgefühl, meinen stressigen Alltag wie gewohnt zu leben. Ich nahm immer mehr Schmerztabletten, wollte doch nicht klein bei geben. Erst ein Blutsturz machte mir so viel Angst, dass ich zum Arzt ging. Und dann wurde ich doch aus dem Verkehr gezogen und musste klein beigeben.

Interessant, dass sich dieses Druck-Symptom genau 25 Jahre später noch einmal zeigt. Dieses Mal kann ich den Druck liebevoll auflösen. Ich weine ein paar Tränen. Krass, wie ich damals mit mir umgegangen bin. Und krass, dass es nochmal 15 Jahre brauchte, mich durch eine andere Krankheit aus dem Hamsterrad aussteigen zu lassen.

Es dauert so lange wie es dauert. Ich habe mir vergeben.

Und ich darf nach dem Fühlen eine entspannte und wunderschöne Geburtstagsfeier erleben.

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