Angst vor Krankheit?

Mein Kater bringt mir nicht nur Flöhe und Mäuse mit, nein auch die Zecke scheint sich bei uns wohl zu fühlen. Dazu fällt mir mein altes Zecken-Trauma wieder ein und ich bin mir mal wieder meiner krassen Veränderung bewusst.

Es war so, dass ich damals an einer regelrechten Zecken-Phobie litt. Ich ekelte mich vor den kleinen Tieren, noch schlimmer war jedoch die Angst gebissen zu werden. Paradebeispiel war eine Bekannte, die durch einen Zeckenbiss an Borreliose erkrankte und deren Wesen sich dadurch komplett veränderte. Von einer humorvollen Frohnatur zu einer chronisch kranken Leidenden. Sie tat mir damals sehr leid und es war eine Horror-Vorstellung für mich, dass mir auch sowas passieren könnte. Und die Gefahr mit einem Freigang-Kater war bestimmt nicht gering. So suchte ich ständig alles ab, mich, den Kater und die Wohnung. Ich vermied barfuß im Gras zu laufen und andere schöne Dinge in der Natur. Die Angst war da. Auf der bräunlich melierten Couch war Entspannung kaum möglich, ich sah sie überall krabbeln…

Von daher ist es nicht verwunderlich, dass auch ich die Erfahrung der Borreliose am eigenen Leib machen durfte. Durch meine Angst habe ich sie unweigerlich bestellt.

Jedoch geschah dies, als sich mein Bewusstsein bereits auf dem Weg der Änderung befand. Mittlerweile konnte ich Zecken sogar ekelfrei entfernen und flippte nicht aus, wenn ich auch mal eine an mir entdeckte.
Umso überraschter war ich, als ich plötzlich bekannte Symptome der Borreliose bekam. Mein ganzer Körper schmerzte, wie ich es vorher noch nie erlebt hatte.
Ich konnte kaum laufen, alles tat weh und das hielt ungefähr eine Woche so heftig an. Ich ließ einen Bluttest machen, der die Diagnose bestätigte, ebenfalls hatte ich die besagte „Wanderröte“ um den Einstich herum. Jedoch ließ ich mir das vom Doktor empfohlene Antibiotikum nicht verschreiben. Auch verzichtete ich auf schmerzstillende und entzündungshemmende Kortison-Präparate, da diese angeblichen Wundermittel unser Immunsystem unterdrücken und wir es den Borrelien damit eher leichter machen.

Ich nahm kolloidales Silber und las das Buch “Borreliose natürlich heilen“ von Wolf-Dieter Storl. Zudem wuchs die „Wilde Karde“, so eine wunderschöne lila Distelpflanze, „zufällig“ direkt in unserem Garten. Diese Heilpflanze empfiehlt sich für eine Borreliosekur, war für mich jedoch nicht mehr notwendig. Ich konnte durch zusätzliche Sitzungen durch den Schmerz in die Angst fühlen und altes Karma auflösen.

Langsam ging es mir wieder besser. Die Sorge, dass die Beschwerden chronisch werden könnten, hatte ich nicht. Mein Leiden durfte gehen, dann muss keine Krankheit chronisch werden. Man spricht bei Borreliose von Schüben, und bei meiner ehemaligen Kollegin bestätigt sich der Verlauf seit ca.15 Jahren.

Trotzdem interessierte mich später, ob die Erreger sich noch auf das Blutbild auswirkten. Es war tatsächlich nichts mehr zu erkennen, worauf der Arzt sagte, dann müsse das erste Ergebnis falsch gewesen sein. Das könnte sonst nicht sein.

Kommt mir bekannt vor, wenn ich an meinen ehemaligen Hashimoto denke 

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Hüpfende Gedanken

Wer mich nicht kennt muss denken, ich hätte einen Putzfimmel. Momentan hört man meinen Staubsauger und die Waschmaschine häufiger als meine Musik. Dazu kommt der eigene Reinlichkeitstick. Einmal täglich duschen reicht nicht mehr.

Was ist passiert? Mein Kater Mister Big, der nun jede Nacht das Tor der Katzenklappe zur Freiheit nutzt, hat Flöhe mitgebracht. Klein, schwarz und hüpfend.

Es wäre gelogen zu sagen, dass ich mich über diese Herausforderung freue. Jedoch versinke ich nicht im Drama, was vor einigen Jahren definitiv der Fall gewesen wäre. Vielleicht hätte ich sogar an Auszug gedacht und meinen Kater zur Adoption freigegeben 😉

Jetzt ist es so, dass Herr Big zwar nicht mehr zu mir ins Bett darf, ich ihm meine Nähe aber trotzdem nicht verweigere. Wir kuscheln nach wie vor. Es sind halt nur Flöhe und das Schlimmste was passieren kann ist, dass es juckt wenn sie mich beißen.

Dennoch nehme ich auch diese Geschichte nicht als Pech oder Zufall hin. Ebenfalls nicht als Problem. Und dennoch war liebevolle Annahme nicht der erste Schritt. Und ich freue mich darauf, wieder floh-frei zu leben.

Doch was ist die Botschaft? Was juckt mich? Und was ist lästig und springt sekundenschnell, so dass ich es manchmal gar nicht zu fassen bekomme?

Es spiegelt meinen Verstand, mein Ego.

Seit einiger Zeit übe ich, meinen Verstand gezielt zu benutzen. Ich übe mich, immer mehr in der Wahrnehmung statt im Verstand zu handeln.

Mir fällt auf, wie schwer es mir fällt, mich wirklich zu konzentrieren. Konzentrieren heißt für mich, dass außer einer Sache nichts anderes nebenbei mitläuft.

Und mir wird durch die süßen Hüpferlis bewusst, dass es in mir ähnlich springt. Gedankensprünge, schnell wie Pfeile.

Durch diese Bewusstwerdung kann nun in die Rolle des Beobachters gehen.

Dadurch kann ich den Automatismus direkt verändern, indem ich mich wieder mit mir verbinde. Mit meinem höheren Selbst. Ich bringe mich aus dem Verstand in die Wahrnehmung, und kann so eine viel stärkere Kraft nutzen.  Ich schließe mich an Starkstrom an, wie Kurt Tepperwein es so schön ausdrückt.

Ich wünsche Euch, dass Ihr Eure Geschichten als eine Chance statt eines Problems sehen könnt.

 

Von ?

Deine Andrea

 

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Kaffee

“Die Ratschläge, die Du Anderen gibst, sind für Dich bestimmt!”

 

Was meine ich damit? Hierbei geht besonders um die Ratschläge, die wir Anderen ungefragt geben.

Sie müssen nicht einmal ausgesprochen werden, denken allein reicht schon.

Und meistens schwingt in dieser Art von Ratschlägen eine Form von Kritik mit.

In meinem Fall ging es um Kaffee. Mir ist aufgefallen, dass ich in den letzten Monaten mehreren Personen begegnet bin, von denen ich dachte, dass sie „zu viel“ Kaffee trinken. Bei der vierten Person hat es dann klick gemacht.

Vielleicht hat das ja etwas mit mir zu tun?

Mein Verstand liefert direkt Argumente:

Neeee, ich trinke doch gar nicht viel Kaffee. Nur noch 2 bis 3 Tassen am Tag. Und mein Körper verträgt sie super. Ich bin Kaffee- Genießer, ich trinke ihn nur weil er mir schmeckt. Eine andere Wirkung hat er nicht, ich kann sogar abends Kaffee trinken und schlafen. Also, warum sollte ich ihn nicht trinken?

Ich vergleiche mich gerne mit früher. Natürlich lebe ich heute leichter und gesünder und bin dann stolz auf mich. Ich habe jedoch erkannt, dass ich mich mit diesem angeblichen Fortschritt begrenze. Denn ich weiß ja gar nicht, wie viel Fortschritt nach oben hin noch möglich ist.

Ebenfalls wird mir mein Widerstand bewusst. Direkte Lieferung von Gegengründen.

Meine TCM-Freundin schlug mir auch schon mal vor, den Kaffee wegzulassen. Hinsichtlich meiner Hautprobleme. Jetzt fällt mir auf, dass ich auch da mit Widerstand reagierte. Neeeee, Kaffeebohnen sind ein natürliches Produkt, von Gott gegeben, warum darauf verzichten wenn es doch schmeckt. Eine andere Ausrede war, neeeee, nur noch Wasser trinken ist doch langweilig, ich liebe meine Kaffee-Pausen. Und ich will doch nicht alle alten Gewohnheiten ablegen…Was bleibt denn da noch von der alten Andrea 😉

Fakt ist: alles Ego-Gedöns, nur der Verstand, der Argumente liefert, an Gewohntem festzuhalten.

Fakt ist: mit dieser Erkenntnis habe ich den Kaffee einfach mal weggelassen. Ja einfach. Ich habe ihn bisher nicht vermisst, was mich selbst ein wenig wundert. Trotzdem hatte ich Entzugserscheinungen, ich fühlte mich eine Woche lang tagsüber müde.

Fakt ist: ich habe ein noch viel leckereres Getränk für mich entdeckt, welches ich herrlich genießen kann. Chai Latte mit aufgeschäumtem Vanille Drink, hmmm.

Fakt ist: seitdem habe ich in Sitzungen Wahrnehmungen, die ich bisher so noch nicht hatte.

Ob ich nie mehr Kaffee trinke, ich weiß es nicht. Momentan habe ich null Verlangen.

Mir zeigt es, dass nichts zufällig passiert. Und dass das Leben es soooo gut mit uns meint. Wir müssen es nur glauben und uns führen lassen. Alles was um uns geschieht hat mir uns zu tun. Weil wir von nichts und niemanden getrennt sind.

 

Danke Erkenntnisse  —–  Danke Leben ?

 

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