Was stimmt für Dich?

„Es gibt so viele Standpunkte, wie es Menschen auf dieser Erde gibt. Denn, an dem Platz, an dem Du stehst, kann kein anderer zur gleichen Zeit stehen. Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass jeder Mensch eine andere Sicht hat.“

(aus dem Buch „…der folge MIR nach“ von Ingrid Lipowsky)

Ich war mit einem Freund auf einer Hochzeit. Die Trauung fand im Freien statt, ganz wundervoll unter Bäumen. Wir Gäste saßen auf Holzbänken. Während der Zeremonie bewunderte ich in Gedanken, wie ruhig sich die Kinder in der Reihe hinter uns verhielten. Es gab für mich keine störenden Geräusche. Umso verwunderter war ich, als ich mit meinem Freund über die Trauung sprach. Er empfand die Kinder hinter uns als störend und laut.

Waren wir auf der gleichen Hochzeit?

Das konnte doch nicht wahr sein!

Wie war es denn nun wirklich?

Was war Realität?

Waren die Kinder laut oder leise?

Habe ich mir den ruhigen Zustand etwa nur „schön geredet“?

Oder gab es die lauten Stimmen nur im Kopf meines Freundes?

Was war die Wahrheit?

Lohnt es, darüber zu diskutieren um seine Wahrnehmung als Wahrheit geltend zu machen?

Oder die anderen Gäste nach ihren Empfindungen zu befragen?

Natürlich lohnt es sich nicht.

Ich weiß, dass meine Wahrnehmung genau so wahr ist, wie die meines Freundes. Er ist überzeugt von seinem Empfinden, er ist ja schließlich Zeuge von dem, was er erlebt.

Es gibt keine allgemein gültige Wahrheit.

Es gibt keine Realität.

Es gibt nur Wahrnehmung und diese ist so individuell wie es jeder Mensch ist. Jeder Mensch mit seinen ganz persönlichen Filtern, Erfahrungen und Glaubenssätzen. Jeder Mensch, der dadurch seine Realität erschafft.

Dieses Wissen ist für mich Gold wert.

Puh, was habe ich früher mit meinem Ehemann über Kleinigkeiten gestritten. Ich wollte unbedingt Recht haben, weil mir meine Wahrheit als die einzig wahre Möglichkeit erschien. Ich hatte keine Vorstellung davon, dass ihm seine Wahrheit ebenso real erschien. Wir haben stundenlang anstrengende Diskussionen geführt darüber, wie die Situation wirklich war und darüber, wer wann was gesagt hat. Oder ob der Mantel im Schaufenster die Farbe rot oder lila hat. Oft war ich der Meinung, dass mein Mann spinnt, dass es ihm nur darum ging, extra das Gegenteil zu behaupten um dann um sein Recht zu diskutieren. Oh was habe ich diese Diskussionen gehasst. Am Ende habe ich mich so unverstanden gefühlt habe, dass mein Weg daraus im Schweigen erfolgte. Und die Kluft zwischen uns größer wurde.

Heute weiß ich, dass es dabei nur um Wahrheiten für den Verstand ging. Und dass ich mich SELBST nicht verstanden habe.

Die Wahrheit, die wir „IN UNS“ erkennen, fühlt sich ganz anders an. Das Verständnis, das wir „FÜR UNS“ und „IN UNS“ entwickeln, ebenso.

Ich weiß nicht, wie es Dir geht, wie Du erkennst, ob etwas für Dich wahr ist, ob etwas stimmt? Ich bekomme manchmal eine Gänsehaut wenn ich etwas höre oder erkenne. Manchmal laufen auch einfach so die Tränen.

Das sehe ich als das Erinnern an ein inneres Wissen.

Und an dieser Wahrheit gibt es dann keinen Zweifel.

 

Von ?

Deine Andrea

Please follow and like us:

Das Spiel des Lebens

Bist du ein Spielführer?

Mir erscheint das Leben immer deutlicher als ein Spiel. Es findet überdimensional statt und ALLES ist daran beteiligt. Bewusst oder unbewusst. Mit oder ohne Macht. Mit oder ohne Grenzen.

Das erinnert mich an eine TV Sendung meiner Kindheit mit dem Titel „Spiele ohne Grenzen“. Worum ging es in diesen Spielen? Kommt Dir das auch bekannt vor?

Ich erinnere mich grob. Ich glaube, Gemeinschaft und Spaß waren wichtig. Mal googeln 😉

Das allgemeine Geschehen in Form eines Spiels sehen zu können, vereinfacht das Leben.

Wir wechseln die Ebene unserer Sichtweise. Verlassen die Ebene des ICHS und steigen eine Ebene höher. Können so von oben auf das Spielfeld schauen. Wie aus der Perspektive eines Vogels. Indem wir uns selbst und unsere Mitspieler beobachten, verändert sich die Wahrnehmung. Der Verstand tritt einen Schritt zurück.

Noch einfacher ist es, wenn wir die Spielregeln kennen. Ansonsten können wir immer nur wieder hoffen, auch mal einen Glücksgriff zu landen indem wir zum Beispiel eine 6 würfeln. Hält eine Pechsträhne jedoch erstmal an, ist es oft schwer, da wieder raus zu kommen. Und dann soll der Mensch sich dabei nicht ärgern …, ganz nach dem Motto „ es ist schon kein Glück da und dann kommt noch Pech hinzu“ 😉

Woran liegt es, dass Verlierer weiter verlieren und auf der anderen Seite Menschen, die schon reich sind, immer noch reicher werden? Wir nennen das Pech- oder Glückssträhnen. Etwas, das ununterbrochen zusammen hängt.

Wissen wir nicht, dass hier das “natürliche Prinzip der Anziehung” wirkt, kann uns das Leben oft ungerecht erscheinen.

Leider haben wir diese so wichtigen Spielregeln unseres Lebens nicht in der Schule gelernt. Außer Lesen, Schreiben und ein bisschen Englisch kann ich bis heute nichts davon gebrauchen, was damals auf dem Lehrplan stand.

In Teilen der Religion wird uns Gott mit seinen Geboten als drohend und strafend dargestellt.

Ich glaube, dass wir alle Anweisungen für ein erfülltes Leben in den heiligen Schriften finden sollten.

Und dass aus den unterschiedlichen Übersetzungen und Auffassungen der alten Schriften die verschiedenen Glaubensrichtungen entstanden sind.

Laut der Bibel sagte Jesus: „Ich habe Gesetze im Universum festgelegt, die es Euch ermöglichen, genau das zu bekommen, – zu erschaffen-, was Ihr Euch erwählt. Diese Gesetze können weder übertreten noch ignoriert werden.

In unserer deutschen Sprache ist das Wort „Gesetz“ eher negativ behaftet. Wer sich nicht an Gesetze hält wird bestraft. Tatsächlich gibt es weder Belohnung noch Bestrafung.

Die Grundlagen haben eine Wirkung und diese tritt in Kraft, unabhängig ob wir sie beachten oder nicht.

Was sich in unseren äußeren Umständen zeigt, spiegelt unsere inneren Zustände wider.

Alles was uns umgibt, der Ort an dem wir leben und auch die Menschen um uns herum sind der Ausdruck unserer Innenwelt. Es gibt da keine Zufälle, sondern die Wirkung des Spiegel-Gesetzes tritt in Kraft.

Wenn Du mehr über Spielregeln lesen möchtest, ist das auf meiner Homepage möglich:

http://www.andreanixdorf.de/die-spielregeln-des-lebens/

Viel Freude beim Spielen und nicht vergessen, Fehler machen ist erlaubt. So erkennen wir, was fehlt 😉

 

Deine Andrea ?

 

Please follow and like us:

Freu Dich bloß nicht zu früh!

Oh Schreck, direkt geht meine Musikbox im Kopf an 😉 Es gibt doch tatsächlich einen Song mit diesem Titel!
 
Kennst Du diese Warnung? Falls ja hoffe ich, dass Du sie bereits aus Deinem Sprachgebrauch gelöscht hast. Und falls nicht, tust Du es vielleicht, nachdem Du dies gelesen hast.
 
Ich übersetze diesen Spruch so: Freue dich lieber nicht. Vielleicht liegst Du falsch damit. Vielleicht wird das, auf das Du Dich so freust, gar nicht gut. Und bevor eine üble Enttäuschung ansteht, entgehe ihr schon im Voraus, indem Du Dich gar nicht erst freust.
Mit Weisheit hat dieser Spruch nichts zu tun! Vielen Menschen ist nicht bewusst, was sie mit diesen ausgedienten Aussagen anrichten. Ihnen ist nicht klar, wie wichtig der aufmerksame Umgang mit Worten ist.
 
Wahrlich gefühlte Vorfreude wirkt wie eine Bestellung an unser Leben. Je öfter wir Freude wirklich fühlen, desto mehr Freude ziehen wir an. Das ist Gesetz, das Leben kann gar nicht anders.
Wenn Du bewusst in die Absicht gehst, mehr Freude in dein Leben zu rufen, fühle so oft wie möglich die bereits vorhandene Freude sowie Dankbarkeit und es wird Dir mehr davon geliefert.
 
Bei den häufig daher gesagten Worten, wie “oh ja fein, da freu ich mich”, oder „da bin ich aber froh“ fehlt meistens das wahre, innere Gefühl. Damit sind wir nicht schöpferisch tätig.
 
Ich habe das Gefühl, mein Leben besteht aus zwei Teilen. Das Leben vor 40 und das danach.
Meine Freude im ersten Teil sah so aus: Ich freute mich ständig auf die Wochenenden und den Urlaub. Diese Freude kam rein aus dem Verstand. Ich bewertete, unterschied in Arbeit und Freizeit. Freizeit erschien mir viel wertvoller. Das Üble an dieser Einstellung war, dass ich den ersehnten Urlaub nicht wirklich genießen konnte, weil ich in Gedanken schon wieder den frustigen Arbeitsalltag erwartete.
Dieser Zustand war völlig normal für mich, da ich ihn nicht anders kannte.
Das Gefühl innerer erfüllender Freude lernte ich erst im zweiten Lebensteil kennen.
Und ich erkenne die Auswirkung auf mein Leben, wenn ich diese Freude als gesäte Ursache betrachte.
 
Mir fällt keine Situation mehr ein, von der ich wünschte sie wäre vorbei, weil ich sie als schlechter als andere bewerte.
Was nicht heißt, dass ich nicht mehr in besondere Situationen gerate, bitte lies 😉
Ich helfe in der Flüchtlingshilfe mit der Betreuung von Kindern. An diesem Tag herrschte dort Chaos. Die Eltern wirkten aggro und genervt, angeblich lag es am trüben Wetter verbunden mit Vollmond… Ein kleiner Junge brüllte ununterbrochen, weil er draußen im Schnee-Regen nicht Roller fahren durfte. Meine Kollegin stand kurz vorm Durchdrehen, da die wertvolle neue Kaffeemaschine anscheinend den Geist aufgegeben hatte und sie seit morgens keinen Kaffee trinken konnte.
 
Ich versuchte die Maschine zu reparieren, während die Helfer um mich herum auf den Idioten schimpften, der die Maschine brutal zerstört haben sollte. Wer auch immer der Übeltäter war…
Tatsächlich war die Maschine gnädig und kredenzte uns einen Kaffee. Dies brachte jedoch keine friedvollere Stimmung in den Raum.
Mein Plan war, mich an Kaiserschmarrn zu versuchen. Das Rezept lag vor mir. Die Zutaten waren vorhanden. Was fehlte war ein Messbecher und die Rührstäbe vom Mixer. Und Butter. Die tropfte nämlich in Flüssigform von der Heizung. So konnten die Kinder auch drinnen schlindern.
 
Ich konnte mich bereits in dieser Situation über mich wundern. Ich blieb Herrin der Lage und hatte sogar noch Spaß mitten im Chaos. Es hätte nichts mehr passieren können, was mich aus der Ruhe gebracht hätte. Jeder wollte etwas von mir. Das hätte mich im ersten Leben wahnsinnig gemacht. Ich musste lachen, als mein viel zu suppiger Teig durch helfende Kinderhände durch die Küche spritze und es erschien mir ebenfalls wie ein Wunder, dass aus dem Brei Kaiserschmarrn wurde.
Der sogar am Ende allen schmeckte und Ruhe einkehren ließ.
———————————————————————————————–
Lebe Dein Leben so freudvoll wie möglich.
„Höre auf Dein Herz“ ist kein dummer Spruch, es ist die Essenz unseres Da-Seins. Erkenne, wie Du durch bewusstes Fühlen von Freude und Dankbarkeit immer mehr davon in Dein Leben ziehst. Sei Dir Deiner Schöpferkraft bewusst und nutze sie.
Sie ist ein Geschenk des Himmels.
 
?
 
Deine Andrea
Please follow and like us: