Du und Atmen

Weißt Du, was für ein Hammer Werkzeug Du in Dir trägst?

Du hast es immer, in allen Situationen, bei Dir!

Es unterstützt Dich, Deine Emotionen zu wandeln!

Es kann Dich zurück in Deine Mitte bringen!

Leider haben wir in der Schule die Gebrauchsanweisung dafür nicht gelernt.

Gemeint ist Dein Atmen. Klingt langweilig? Ist es aber nicht;-)

Ich habe mir über das Atmen früher überhaupt keine Gedanken gemacht. Es war selbstverständlich. Einfach da. Geschah automatisch. Ich musste nichts dafür tun. Ich musste mich nicht anstrengen. Es funktionierte irgendwie immer. War einfach normal. Macht ja jeder irgendwie.

Weitere Möglichkeiten als die Wirkung der Beruhigung durch tiefes Durch-Atmen kannte ich nicht.

Nach meiner Lebenswende durch das Burn-out gewann auch das Atmen an Bedeutung. Es begann mit der Erkenntnis, dass ich meiner Atmung noch nie Beachtung geschenkt hatte.

Kennst du den Spruch „Wie Du atmest so lebst Du“? Ich wusste damals gar nicht, „wie“ ich atme. Kannte die Zusammenhänge mit dem Leben im Ein- und Ausatmen nicht. Wusste nicht einmal, ob mir atmen leicht oder schwer fiel. Geschweige denn, welche Richtung mir leichter fiel.

Aus heutiger Sicht ließ sich mein unbewusstes Atmen damals 1:1 auf mein unbewusstes Leben übertragen. Ich atmete nicht wirklich tief, der Atem floss nicht leicht in mich hinein. Und ich atmete nicht vollständig aus. Das spiegelte mir, dass es mir schwer fiel, vollständig los zulassen.

Heute spielt das Atmen eine bedeutende Rolle in meiner Entwicklung und in meiner therapeutischen Arbeit. Wenn ich selbst mich dem ganzheitlichen/holotropen Atmen hingebe, bin ich immer wieder neu geflashed von den Erfahrungen in diesem erweiterten Bewusstsein. Durch Kiffen hatte ich sowas nie erreicht;-)

Dazu fällt mir noch eine andere Jugendsünde ein. Sünde im Sinne der Eltern. Als meine Mutter damals davon erfuhr bekam ich eine Woche Stubenarrest.

Wir haben das Ohnmachts-Spiel gespielt. Ein Mädel brachte die Idee inklusive Anleitung mit zum Reitstall, die verrückten oder auch naiven von uns Pferdemädchen machten mit. Ich weiß noch, wie es funktionierte. Es begann mit einer Atemtechnik, die mir heute als „Feuer-Atmung“ bekannt ist. Weise angewandt ein Schatz.

Damals haben wir anschließend gegen einen Widerstand ausgeatmet und sind umgekippt wie die Fliegen. Nachdem die kurze Ohnmacht vorbei war, haben wir verrückte Dinge in einem verrückten Zustand getan. Ein Mädel krabbelte auf allen Vieren durch den tiefen Sand und schaufelte sich mit den Händen den Sand in den Mund. Das waren schon sonderbare Trips. Und ganz ohne Drogen.

Das Bewusstsein hatte sich verändert.

Nur durch ein bisschen Atmen.

So durfte ich schon früh die Macht des Atmens als Wunderwerk erfahren. Durch die Reaktion meiner Umwelt hab ich dieses jedoch brav wieder tief vergraben.

Dabei handelt es sich um ein sehr altes Wissen, was auch heute bei uns im Westen wieder an Erinnerung gewinnt. Und bestimmt einen wertvollen Beitrag zu unserer Entwicklung beiträgt.

Falls ich Deine Neugier wecken konnte, gibt es auf meiner Seite noch etwas mehr zu lesen:

http://www.andreanixdorf.de/ich-biete-dir-an/ganzheitliche-atemtherapie-holotropes-atmen/

 

Ich wünsche Dir von ? einen leichten Atem,

Deine Andrea

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Noch mehr Arschengel

Eine andere Form von Arschengeln sind die Menschen, die wir ablehnen, weil wir so … wie die niemals sein wollen.

Am Stall gab es eine Reitertusse, die ich einfach nur doof fand.

Ich machte einen Umweg durch die andere Stallgasse, um ihr nicht begegnen zu müssen. Ich wollte die Begegnung vermeiden.

Ich fand sie schrecklich hochnäsig und eingebildet. „Die meint sie wäre was Besseres“ ,spukte es in meinem Kopf. „Und grüßt nur, wenn sie Bock hat“.

Nein, so war ICH nicht und wollte es auch niemals sein!

Das Bild, das ich von ihr hatte, war meine ganz persönliche Wahrnehmung. Hier lag das zu erkennende Thema hinter der Story in meinem Gefühl der Kleinheit. Und in meiner Ablehnung, selbst „groß“ zu sein.

Da wirkten alte Glaubenssätze: Angeber sind doof, sei bescheiden, sei nicht gierig, nimm dich zurück, Eigenlob stinkt,…

Ebenso wie Urteile meines Egos: pfui so ein Wellemacher, Großkotz, Besserwisser, Schlaumeier,…

Was wir ablehnen, das ziehen wir an! Das ist ein Naturgesetz!

Es wirkt unabhängig davon, ob wir danach leben oder nicht.

In meinem Fall traf ich häufig auf „Wichtig-Macher“.

Heute erscheinen mir Vermeidungsstrategien auf Dauer viel schwieriger als der Schritt zum Umdenken. Wie der viel längere Weg durch die hintere Stallgasse…

Ein anderes Beispiel für Vermeidung ist die Straßenseite zu wechseln, wenn ein Blödmann in Sicht ist.

Umdenken heißt, das Vermeiden im ersten Schritt und den wahren Grund dafür im zweiten Schritt zu erkennen. Innehalten. Zum Beobachter der eigenen Gedanken werden. Diese auf’s Papier zu bringen ist besonders wirksam. Was genau stört Dich an dem Anderen? Wie willst Du auf keinen Fall sein? Sei ehrlich mit Dir und schaue „hinter die Geschichte“. Denn mehr ist es in Wirklichkeit nicht. Eine Geschichte, speziell für Dich geschrieben.

Um Dir Dein Ent-wickeln zu ermöglichen. Und um aus dem Arsch einen Engel werden zu lassen.

Seit ich mich selbst wichtig nehme und auch wert schätze, begegnen mir keine „hochnäsigen“ Menschen mehr. Als ob die nach und nach ausgestorben wären 😉 Verrückt oder 😉

Ich find‘s geil.

Deine Andrea

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Erkennst Du den Engel in dem Arsch?

Der Begriff des Arschengels stammt von Robert Betz. Das passende Bild dazu von der Künstlerin Susanne Kampling.

Ich finde den Ausdruck genial. Durch die Verbindung der beiden Worte ist alles gesagt. Arsch und Engel. Gegenpole. Himmel und Hölle. Gut und schlecht. Das eine wollen wir, das andere nicht. Sprichwörtliche Engel dürfen gerne in unser Umfeld treten, Ärsche sollen bitte draußen bleiben.

Warum? Weil wir denken, dass Ärsche unser Leben schwer machen. Dass wir Ärsche von uns fern halten sollten. Dass wir Ärsche nicht „brauchen“.

Ich habe übel über meinen ehemaligen Chef gedacht. Ständig über ihn abgelästert. In meinen Gedanken sowieso und zusätzlich in Form von Worten. Ich habe mich bei Kollegen und Freunden über ihn beklagt. Egal ob die es hören wollten oder nicht 😉

Einige meiner Urteile: Was für eine linke Bazille! Was für ein Schwächling! Keinen Arsch in der Hose! Keinen Plan! Falsch in dem Job!

Die Erkenntnis: Ich habe genau die Dinge an ihm verurteilt, die ich selber hatte. Natürlich unbewusst. In anderen Bereichen und vielleicht auch anders gewichtet.

Ich selbst habe mich oft „link“ verhalten. Ich war nicht wirklich ehrlich, vor allen Dingen nicht zu mir. Meinen Job hab ich nicht gerne gemacht. Für mich war er nur ein notwendiges Übel um Geld zu verdienen.Ich war schwach und viel zu ängstlich, meine Meinung zu vertreten. Wollte es allen Recht machen, um gemocht zu werden. Null Arsch in der Hose, meinem Chef klar zu sagen, wie es mir mit ihm geht. Habe dann lieber auf beleidigt gemacht und geschmollt. Und hinterrücks über ihn gelästert.

Wenn wir erkennen, dass die Menschen, die uns angeblich ärgern einen wertvollen Job FÜR uns und nicht GEGEN uns ausführen, wandelt sich die Situation. Das Wunder geschieht.

Wir können uns darauf verlassen, dass ALLES, was uns am Anderen nervt, unser eigener Anteil ist. Und dass es dann an der Zeit ist, diesen Anteil zu erkennen und ins Gleichgewicht zu bringen. Das Leben macht es uns leicht, auch wenn es uns erstmal eher schwer erscheint. Es hält uns den Spiegel vor, damit wir die Eigenarten, die uns völlig unbewusst sind, in unser Bewusstsein holen können.

Eine wundervolles Geschenk, wenn wir es als ein solches entdecken.

Oft denken wir, wir müssten die Situation im Außen verändern, um die Ärsche wieder loszuwerden.

Zum Beispiel wechseln wir die Arbeitsstelle oder auch den Partner. Dies sind nur scheinbare Lösungen, die meistens sehr kurzfristig wirken. Wenn überhaupt. Das vermiedene Thema an sich wird wieder seinen Weg zu uns finden. Das Leben arbeitet da sehr präzise FÜR uns. Die Möglichkeiten sind grenzenlos und ich bin oft geflashed, auf welch überraschende Weise dies geschieht.

Probleme mit dem Chef oder dem Partner resultieren oft aus der Beziehung zum Vater unserer Kindheit. Setzen wir uns damit auseinander, verändert sich die Situationen wie von Zauberhand.

Das Beklagen und Lästern vermehrt unsere negative Energie. Es tut weder uns noch unseren Zuhörern gut. Null Prozent hilfreich.

Was wirklich hilft, ist das Innehalten. Die Zeit nehmen, um zu fühlen was gefühlt werden möchte. Uns zu erlauben, auch unangenehme Gefühle anzuerkennen.Wir dürfen auch wütend und ohnmächtig sein. Das große Gefühl hinter den Gefühlen ist oft die Angst, die wir mit unserer Liebe erlösen können.

 

Ich wünsche Dir ein erkenntnis-reiches und liebe-volles neues Jahr!

 

Von Herzen, Deine Andrea

 

 

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