Der Spiegel der Schönheit

Meine Freundin hat Liebeskummer.

Sie fühlt sich für ihren Freund nicht „besonders“ genug.

Sie hebt ihn häufig auf ein Podest, sieht „das Besondere“ in ihm. Findet ihn viel toller als sich selbst.

Natürlich muss er ihr eine Situation bieten, die genau ihr “ich-bin-nicht-gut-genug-Gefühl“ an die Oberfläche befördert:

SIE allein scheint IHM nicht zu reichen.

Da können wir uns auf das Leben verlassen. Es bleibt kein Mangel unentdeckt;-)

Jeder Mangel in uns wird zuverlässig nach außen gespiegelt, damit wir ihn leichter erkennen können.

Wie geht meine Freundin nun mit der scheinbar blöden Situation um?

Erstmal schenkt sie ihrem Gefühl Raum. Sie fühlt die Verletzung und ihre innere Leere. Sie nimmt sich bewusst Zeit zum Fühlen und Weinen, alles darf da sein. Sie nimmt an, was ja eh bereits da ist. Mit dem Wissen, dass das Leben es nur gut mit ihr meint und dass es kein Pech oder Zufall ist, was ihr da gerade passiert. So fühlt sie sich nicht als „Opfer“ der Dinge und kann selbst die Verantwortung übernehmen.

Durch dieses freiwillige Fühlen erkennt sie es als ein ihr wohl bekanntes Gefühl. Gekoppelt mit den Gedanken, nicht gut genug und erst recht nichts „Besonderes“ zu sein. Entstanden und unbewusst mitgeschleppt seit früher Kindheit.

Sie wird zur „Beobachterin“ ihrer Gedanken im Alltag und ertappt sich selbst immer öfter beim Denken von altem, unwahrem Gedöns.

Als wir miteinander reden frage ich meine Freundin, welche Eigenschaften sie an ihrem Freund bewundert.

Sie findet ihn schlau, witzig und überhaupt besonders. Interessanter Weise genau die Dinge, die ich selbst an meiner Freundin bewundere ;-). Sie scheint ihre Eigenschaften an sich selbst schwer wahrnehmen zu können. Wünscht sich jedoch, dies zu können.

 

Für sie geht es nun darum:

Ihrer Schlauheit und ihrem Humor in ihrer persönlichen Besonderheit Raum zu geben.

Sich selbst immer mehr zu sehen.

Ihren Mangelraum mit neuen Gefühlen und Gedanken zu überschreiben.

Das Gefühl der Dankbarkeit dafür zu nutzen.

Und dran zu bleiben!

 

Das schöne Wunder dieser ganzen Spiegel-Erkennerei ist, dass wir gar nicht in der Lage sind etwas in dem Anderen zu erkennen, was nicht selbst auch in uns ist!

Es schlummert manchmal noch und möchte jetzt aufgeweckt werden.

Wir erkennen uns nicht nur im Spiegel des Blöden, sondern auch im Spiegel des Schönen.

Wie auch in der Schönheit der Natur.

Denn dieses Wunder, diese Schönheit, diese Klarheit, dieses Ganze ist unsere wahre Natur hinter all den Zwiebelschichten, Mauern, Blockaden, Verwicklungen oder wie wir es sonst noch nennen…

 

In diesem Sinne,

?-lichst, Deine Andrea

 

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Dankbarkeit und die verlorene Geldbörse

Seit zwei Wochen meditiere ich morgens angeleitet von Deepak Chopra. Es ist das dritte Mal, dass er so eine 21-Tage Reihe weltweit anbietet. Welch ein Geschenk!

Es geht um Dankbarkeit. Im Grunde nichts Neues für mich, dachte ich zu Beginn. Jedoch ist die Auswirkung echt der Hammer. Das mag an der intensiv unterstützten und auch aufweckenden Transformations-Zeit liegen oder einfach an mir. Ist auch scheiß egal. Fakt ist, dass sich enorm was bewegt in mir und natürlich auch außerhalb von mir.

Die bewusst gefühlte Dankbarkeit wirkt wie ein Magnet. Je mehr ich fühle desto mehr ziehe ich an, wofür ich dankbar bin. Ich werde an allen Ecken beschenkt.
Wenn ich meine Runde in der Natur drehe, bin ich überwältigt von ihrer Schönheit. Noch nie zuvor habe ich die Farbpracht der Blätter im Kontrast zu dem leuchtenden Himmel so wahrgenommen. Ich bin so dankbar für meinen Luxus an Zeit. Ich fühle mich wie eine Zeit-Millionärin. Und im nächsten Schritt bin ich mir dankbar, dass ich das selbst so kreiert habe. Ich bin dankbar für meine Freunde. Für meine Familie. Für meinen Mr. Big. Für mein Lotta-Brot. Für Musik. Für Liebe. Für Erkenntnisse. Und und und…

Dann ein Erlebnis, das die Welt nicht braucht  Raus aus dem Frieden 

Ich lasse im Einkaufszentrum meinen Lottoschein kontrollieren und freue mich wie Bolle über einen kleinen Gewinn. Nehme meine Geldbörse und packe sie nicht direkt in meine Tasche sondern lege sie auf eine Ablage. Dort krame ich Flyer aus der Tasche um sie dort auszulegen. Taper dann in den Drogerie Markt, ca. 20 Meter weiter. Katzenfutter und Co fahren schon auf dem Kassen-Band als ich merke, dass mein Portemonnaie nicht da ist. Ich laufe zurück zu der Ablage, kein Portemonnaie da. Ich frage in den angrenzenden Läden, ob es direkt abgegeben wurde. Nichts.

Im Gegensatz zu einigen Jahren zurück: Ich bleibe ruhig und bei mir. Früher bin ich in ähnlichen Situationen ausgeflippt. Wenn ich nur schon nach Schlüssel oder Geldbörse in der Wohnung oder in der Tasche suchte, wurde ich total hektisch. War nicht mehr bei mir und handelte wie ferngesteuert.

Jetzt habe ich mich auch nicht darüber gefreut, dennoch ist es kein Drama. Ich bekomme sogar während der Suchaktion einen kleinen Lachflash. Ich halte es für möglich, dass es versehentlich in einen der drei Müllbehälter unter die Ablage gefallen ist und untersuche die Mülltüten. Auf dem Boden hockend kippe ich den Müll aus, mitten in der Einkaufspassage. Als ein Bekannter vorbei geht, dabei ganz normal „hallo“ sagt und dann noch im Weiterlaufen „alles gut“ fragt muss ich echt grinsen. Naaaa klaaar, alles gut, ich hocke immer hier auf dem Boden und sortiere den Müll?
.
Eine halbe Stunde später kann ich ganz entspannt meinen Termin wahrnehmen, ohne ständig daran denken zu müssen. Ganz bewusst gehe ich nicht in die Vorstellung, dass ich alle Papiere neu beantragen muss oder dass jemand Schmu mit meinen Karten treibt.
Die Sparkassen Karte lasse ich sperren, weil mich eine Passantin auf diese Gefahr aufmerksam macht und mir die Sperr-Nummer direkt in die Hand drückt.

Trotzdem bleibe ich in dem Vertrauen, dass alles zu mir zurückkommt. Und hätte ich meine Mails gecheckt, hätte ich die Bestätigung dafür bereits eine Stunde nach dem Verlust bekommen.
Erst am nächsten Morgen lese ich die Mail der Sparkasse. Ich kann meine Börse dort abholen. Jupi.
Ich gucke blöd, als ich beim Reinsehen feststelle, dass alle Papiere drin sind, das Bargeld jedoch nicht.
Es ärgert mich nicht. Das ist neu. Mag die Bestätigung für mein Misstrauen im Akt der Kartensperrung spiegeln. Vielleicht braucht jemand in dem Moment das Geld dringender als ich?
Auch hier glaube ich, dass es auf einem anderen Weg wieder zu mir zurückkommt. Und dieser Gedanke fühlt sich gut an.

In diesem Sinne, vielen Dank an alle, die sich die Zeit nehmen, dies zu lesen!

???

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Depris – Eine „fast normale“ Volkskrankheit?

Kennst Du Depri-Tage?

Oder sogar Depri-Phasen?

Spürst du an Deiner Stimmung, wenn die Tage dunkler werden?

Vielleicht sind es andere äußere Einflüsse, die Dir auf „Dein Gemüt schlagen“? Hast du schon mal Anti-Depressiva-Pillchen gegen diesen Zustand genommen? Oder vielleicht kennst Du Menschen in Deinem Umfeld, die Hilfe in Form von Medikamenten suchen?

Ab wann sprechen wir eigentlich von Depressionen?

Vielleicht ab dem Zeitpunkt, wenn die Phase zur Gewohnheit wird?

Wie denkst Du darüber?

Was sind für Dich die wirklichen Ursachen für unsere zunehmende Niedergeschlagenheit?

Als dieser Zustand zum ersten Mal bei mir auftauchte, war ich frustriert. Ich fühlte mich schwer und antriebslos, hatte zu nichts Lust. Wollte irgendwie nur den Tag „rumkriegen“. Von Freude keine Spur. Und das ganz ohne mir ersichtlichen Grund, es kam wie angeflogen. Ich sprach damals mit Freunden darüber. Die meisten kannten diesen Zustand auch und deshalb wurde er als „ganz normal“ bezeichnet. Das hat doch jeder ab und zu…

Anfangs löste sich der Zustand rasch von alleine wieder auf.

Später konnte er sich dann über ein paar Tage ziehen. Das fand ich schon blöd. Lustig und leicht gefiel mir das Leben doch besser. Als es mich dann schon zu viel Überwindung gekostet hätte, an der Käsetheke zu bestellen und das der Grund für die abgepackte Käse-Variante war, ging ich zum Arzt. Der stellte eine Autoimmunerkrankung in Form eines Schilddrüsenproblems fest und verschrieb mir Tabletten. Die sollten mich wieder „einstellen“. Haben sie auch eine Zeit lang geschafft, ich war wieder besser drauf. Ein paar Jahre später kamen die Depris zurück. Haben sich langsam von hinten angeschlichen. Anfangs konnte ich sie noch ignorieren und sie wieder als „normale Unstimmigkeit“ abtun. Sie wurden jedoch so heftig, dass ich ihren Höhepunkt meinen Burnout nenne. Und das trotz der mit der Zeit stark erhöhten Dosis des Schilddrüsenpräparates. In meiner Hilflosigkeit und Angst habe ich mich zusätzlich zu „Anti-Depressiva-Tabletten“ überreden lassen. Die haben meine Probleme nicht gelöst, doch konnte ich nachts wieder etwas besser schlafen. Daher war die Einnahme für einen gewissen Zeitraum hilfreich.

Medikamente dieser Art können jedoch keine Stimmungen auf natürliche Weise aufhellen. Sie sind nicht in der Lage, Licht ins Dunkle zu bringen. Das Gegenteil ist der Fall. Die Mauern, die wir unbewusst in uns errichtet haben, werden verstärkt. Mauern, die unser Herz vor Verletzungen schützen sollten. Um die Gefühle zu unterdrücken, von denen wir meinen, dass sie uns wehtun.

Unbewusst haben wir früh gelernt, unangenehme Gefühle wegzuschieben. Wütende oder plärrende Kinder waren nicht der Stolz unserer Eltern.

Oft lenken wir uns heute ab, wenn ein ungewolltes Gefühl an die Oberfläche kommen möchte. Jeder auf seine Art. Traurig sein inklusive Heulen finden wir doof. Auch Angst und Wut sind nicht gerade unsere Freunde. Die Auswirkung dieses „Runterdrückens“ ist, dass auch die Gefühle, die uns lieb sind, wegbleiben. Die Mauer unterscheidet da nicht. So werden auch Freude und Leichtigkeit, Lust und Antrieb mit der Zeit weniger.

Meine Erfahrungen haben mich überzeugt, dass Depressionen das Ergebnis nicht gefühlter, nicht gelebter Gefühle sind. Und dass Tabletten die Ursache nicht lösen können.

Diese verbreitete Volkskrankheit dient uns als Weckruf und nicht als lästiges Übel unserer stressbeladenen Zeit!

Wir sind aufgerufen, etwas in uns zu verändern!

Es ist an der Zeit, selbst errichtete Mauern auch selbst wieder abzubauen!

 

Gerne erleichtere ich Dir Deinen Start zum Abbau Deiner Mauer. Schreibe mir, wenn Du Dich angesprochen fühlst und leite den Artikel gerne weiter.

?-lichst

Deine Andrea

 

www.andrea-nixdorf.de

Mail: andea-nixdorf@email.de

Tel.: 0163 7308699

Festnetz: 02306 8566757

 

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Zu-Fälle und Los-Lassen

Life Charger. Workshop und Party mit Life-Coach Veit Lindau in Düsseldorf. Ich freue mich, ihn zum ersten Mal live zu erleben.

Kurz bevor er vor 1600 Teilnehmern auf die Bühne tritt muss ich Pipi. Ich wäge ab, den Saal nochmal zu verlassen oder abzuwarten. Das Risiko, nicht entspannt in eine Medi zu gehen, ist mir zu groß und ich entscheide zu gehen und wahrscheinlich Veits Start zu verpassen.

Wie der „Zufall“ es will, begegne ich ihm auf meinem Gang. Und bin von dieser Begegnung total berührt. Er sieht mich nicht, obwohl unsere Entfernung gering ist. Aber ich sehe ihn. Und noch mehr als ihn. Ich sehe, dass er völlig aufgeregt ist. Sein Gesichtsausdruck spricht Bände, so habe ich ihn noch nie wahrgenommen. Und ehrlich gesagt nach so vielen Jahren Bühnenerfahrung auch nicht erwartet. Genau dieser Ausdruck wirkt auf mich sooo menschlich und erzeugt tiefe Verbundenheit.
Die Begegnung rührt mich zu Tränen und mir ist klar, dieses Thema betrifft mich und ist dran.

So bekommt es an diesem Tag Raum. In einer Partnerübung erzähle ich meiner Sitznachbarin, was gerade doof bei mir läuft. Es ist mein Schiss vor meiner eigenen Veranstaltung. Meine Lesung, auf die ich mich vorbereiten möchte aber noch lieber von mir weg schieben möchte.
Ziel der Übung ist die Erkenntnis, welches Samenkorn in den letzten 12 Monaten für dieses „Doof“ in mir wirkt. Um im nächsten Schritt neues Korn zu säen. Mein immer noch wirkender alter Glaubenssatz ist uralt. Und so normal, dass ich mir mein Leben ohne ihn gar nicht mehr vorstellen kann. Weil ich denke, dass ich so bin: Klein und ängstlich. So kann ich mich nicht zeigen und erst recht nicht vor mehreren Leuten sprechen.

Aber was wäre, wenn das gar nicht mehr so ist? Wenn dieser Zustand jetzt gar nicht mehr meiner Wahrheit entspräche?

An diesem Tag löst sich etwas Grundlegendes in mir. Abends beim Trance Tanz zieht auch noch der Körper mit, indem sich eine Verkrampfung lockert, die sich bei mir häufig in meiner persönlichen „Konti-Stellung“ der Hände zeigt. Wer mich kennt, weiß was ich meine 😉

Danke Du liebes Leben, dass Du uns genau das „zu fallen“ lässt, was dran ist!
Und Danke lieber Veit, dass du so echt bist!

 

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