Bist Du “IN PEACE” mit Deinem Vater und Deiner Mutter?

Hammer. Ich schlage etwas in meinem Lieblings-Gesundheitsbuch nach und lande zufällig auf der Seite des Burnout. Die emotionalen und mentalen Ursachen sind dort beschrieben. Mein Burnout liegt Jahre zurück. Zu der Zeit war ich noch nicht im Besitz dieses wertvollen Buches.
Heute kenne ich die Gründe für meinen Zusammenbruch.

Daran kommt beim Lesen kein Zweifel auf, jedoch haut mich eine Grundaussage der Autorin Lise Bourbeau aus den Latschen:

„Nach meinen Beobachtungen kommt es zu Burnout bei jenen, die etwas mit ihrem gleichgeschlechtlichen Elternteil zu regeln haben.“

Volltreffer.

Meine Verstrickung zu meiner Mutter war mein dickstes Thema. Ich habe es jedoch bis heute nie direkt im Burni Zusammenhang gesehen. Es schien damals ein Thema von vielen zu sein.

In Wahrheit war es „Das Thema“. Das fette Thema, an dem ich fast verzweifelt bin. Bei dem ich dachte, das bekäme ich niemals hin. Und bei dem ich am liebsten aufgegeben hätte weil es mich so heftig herausgefordert hat. Es hat sich über Monate gezogen, in denen ich regelmäßig Mutter-Meditationen gemacht habe und sich trotzdem nur mini Schritte getan haben. Kein Wunder wenn ich bedenke, dass unsere Verstrickung sich über 40 Jahre auswirken konnte. Unsere Rollen waren komplett vertauscht. Nachdem ich schon im Mutterleib die Ängste und Kleinheit meiner Mutter übernommen hatte, wollte ich sie dann als kleines Mädchen vor meinem Vater beschützen.
Auch im späteren Leben übernahm ich unbewusst die Verantwortung für meine Mutter. Das zeigte sich in einem ständig schlechten Gewissen, wenn es ihr nicht gut ging. Und das war häufig der Fall. Oft zog sich alles in mir zusammen, wenn ich nur ihre vorwurfsvolle Stimme auf dem Anrufbeantworter hörte. Oft traute ich mich nicht zu sagen, dass es mir eigentlich gut ging. Das stand mir nicht zu, wenn meine Mutter sich so schlecht und allein fühlte.

Der alte Glaubenssatz, den die kleine Andrea sich kreierte: „Mir darf es nicht besser gehen als Papa und Mama“ wirkte unbewusst bis zu der Zeit meines Burnouts. Da ging dann gar nichts mehr. Ich funktionierte nicht mehr. Mir ging es schlecht und meine Mutter konnte ihre angstvolle, besorgte Mutterrolle einnehmen. Was mich energetisch noch mehr schwächte. Puh, das war schon ein verrückter Kreislauf, den wir uns da erschaffen hatten.

Umso glücklicher bin ich heute, dass unsere Mutter-Tochter-Beziehung geklärt ist. Es gibt nichts mehr, was mich titscht. Wir genießen unsere Beziehung. Wir haben Frieden. Und für Frieden braucht es nur „einen“. In unserem Fall habe ich die Entwicklung übernommen. Meine Mutter hat sich wie auf wundersame und magische Weise mit verwandelt. Während ich das schreibe, fühle ich mich unendlich stolz, diese hartnäckige Verstrickung gelöst zu haben. Die Anstrengung hat sich unendlich gelohnt. Ich liebe es, Zeit mit meiner Mutter zu verbringen und mit ihr bekomme ich die albernsten Lachanfälle.

Bist Du mit Deinen Beziehungen zu Mutter und Vater im Reinen?
Dabei spielt es keine Rolle, ob Deine Eltern bereits verstorben sind.
Oft sind es diese alten Verstrickungen und Glaubenssätze, die sich in Mann-Frau-Beziehungen oder auch im Berufsleben auswirken und spiegeln.
Wenn Du das Gefühl hast, dass sich äußere Umstände wiederholen, obwohl Du vielleicht schon Partner und Chef gewechselt hast, wird es Zeit genauer hin zu sehen!

Alleine ist es oft nicht einfach, hier die Zuordnung zu finden. Und wir „müssen“ auch nicht überall alleine durch, wir dürfen uns unterstützen lassen.

Wenn Du Dir meine Unterstützung wünschst, nimm Kontakt zu mir auf, damit wir Deine nächsten Schritte gemeinsam gehen können. Ich würde mich freuen.

?-lichst,
Deine Andrea

 

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Zerissenheit, Trauer und ein gutes Gefühl

Puhhhh.

Die Schnarchgeräusche lassen mich mal wieder auf die Couch flüchten. Dort zerbreche ich mir den Kopf über unsere Beziehung. Meine Gedanken übernehmen die Steuerung. Ich schlafe unruhig und fühle mich am nächsten Morgen schrecklich.

Ich fühle mich in mir zerrissen.

Wie kann es sein, dass ich vor ein paar Tagen noch voller Liebe für meinen Partner war und nun wieder am laufenden Band bewiesen bekomme, dass wir einfach nicht zusammen passen?
Und dass das Gefühl der Anziehung und Verbundenheit verschwunden scheint?

Ich mache mein Denken dafür verantwortlich und fühle mich schuldig. Denn ich weiß, wenn ich denke, dass wir nicht zusammen passen, dann liefert mein Kopf mir fleißig die Beweise dafür. Denn so verläuft der Tag vor dieser Couch-Denk-Nacht. Die Steigerung der Glaubhaftigkeit der Beweise ist sagenhaft. Die Situation spitzt sich für mich so zu, dass ich kaum noch reden mag. Es kommt mir so sinnlos vor, mich zu erklären. Unser Denken über das Leben erscheint mir so unterschiedlich. Wie schwarz und weiß. Ich will ihn nicht von meiner Denkweise überzeugen. Möchte seine Ansichten nicht verurteilen, was mir nur teilweise gelingt. Dennoch kann ich ihn und die Entstehung seiner Ansichten verstehen. Ich kann ihn mit seinen Ansichten lieben. Und trotzdem wird mir nach dieser Nacht klar, wie wichtig mir gemeinsame Werte und Gesinnung für ein gemeinsames Leben sind.

Ich widme mich meiner Zerrissenheit. Kann weinen und sie bewusst im Körper fühlen. Das Gefühl ist alt. Mir kommen Bilder von der kleinen Andrea, die nicht weiß, auf welcher Seite sie im ständigen Streit der Eltern steht. Einige Male wollen wir den bösen Papa verlassen, jedoch knickt meine Mutter jedes Mal wieder ein.

Und ich erkenne die Bedeutung für mich, in dem ich meinen Gedanken umdrehe: „Ich kann sein Denken nicht akzeptieren“. Die Wahrheit ist: „Ich kann mein Denken nicht akzeptieren“. Ich verurteile mich für mein Denken. Möchte doch lieber „intuitiv fühlen und das Richtige tun“.

Die Erkenntnis erleichtert mich.

Zudem stört mich, dass mein Freund meiner Ansicht nach so „unbewusst“ lebt. Ich drehe den Spiegel und hinterfrage meine „unbewussten Bereiche“.
Was bedeutet dieses Wort überhaupt für mich?
Dass etwas ohne „Wissen“ passiert?
Oder dass ich mich gegen „Wissen“ stelle?
Das passt für mich in meiner Situation. Ich war mir nicht bewusst, wie wichtig mir die gemeinsame Richtung in einer Beziehung ist. Ich dachte, mit Liebe könnte ich alles andere akzeptieren. Zu diesem Zeitpunkt kann ich es nicht. Will mich nicht zu 100% einlassen.

Jedoch weiß ich und auch hier erkenne ich mich in meinem Partner, dass ich zu 100% zu meiner Lebenseinstellung stehe. Ich bin überzeugt von meinem Wissen über die Gesetze des Lebens. Ebenso wie er durch seine Erfahrungen von seinem Wissen, von seinem „ so ist es“  überzeugt ist. Einen Schritt zurück oder Kompromisse zu machen erscheint mir nicht möglich.

Ich bin traurig, obwohl sich meine Entscheidung gut anfühlt und bin enttäuscht = das Ende der Täuschung.

Und ja, es braucht nur „einen“ in der Beziehung, der sich seine Themen bewusst anschaut. Das stelle ich nicht in Frage.
Und ja, wir ziehen immer den „richtigen“ Partner an. Auch das stelle ich nicht in Frage.

Ebenso spüren wir, wenn diese Anziehung sinnvoll nachlässt.

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Erkennen durch Eifersucht

Mein Partner ist eifersüchtig.

So nennt man das doch, wenn man sich fast wegen eines Ex-es in die Köppe kriegt?!

Ich pflege und schätze den Kontakt zu meinem Ex-Freund. Auf dem Spazierweg in unser Lieblingsrestaurant erzähle ich meinem Schatz davon und riskiere damit unseren harmonischen Abend.

Er reagiert entsetzt. In ihm herrscht absolutes Unverständnis. Er findet das „nicht normal“.

Ich versuche durch Hinter-Fragen seine Hinter-Gründe zu verstehen. Das wirkt besser als „dagegen“ zu reden. Tatsächlich bauen sich bei mir weder Widerstand noch Spannung auf.

Der Abend scheint gerettet 😉

Witzig und perfekt vom Leben eingefädelt empfinde ich, dass mein Partner im Restaurant von einer „alten Bekannten“ freudig wieder erkannt und begrüßt wird. Es ist eine komische Situation, in der er sich merklich unwohl fühlt. Und dies ist genau die Situation, vor der ihm anders herum gegraut hätte! Interessant! Ich muss grinsen und er im Nachhinein auch. Ein Gefühl der Eifersucht in mir kann ich nicht spüren.

Als ehrgeizige Spiegeldetektivin frage ich mich dennoch, wo hier mein Anteil versteckt liegt? Und ratzefatze zeigt er sich.

Mein Freund erzählt mir von seiner letzten Beziehung. Nach einem halben Jahr sind sie als Paar zusammen gezogen. So möchte er es jetzt auch mit mir tun. Sein Grund: Liebe. Weil unsere Beziehung so anders und besonders ist.

Da klingeln doch jetzt zuverlässig meine Alarmglocken. Ich stelle direkt „unsere“ Besonderheit in Frage. Ich löchere ihn zu seiner Ex. Ja, ich würde mein Verhalten als eifersüchtig bezeichnen.

Der Spiegel des Lebens hat es ans Licht gebracht!

Und ich hätte meinen Hintern verwettet, kein Eifersuchts-Thema zu haben.

Nach dieser Ausfragerei habe ich mich in Ruhe hinter-fragt. Habe aufgeschrieben, was ich wirklich denke und mich geöffnet für das, was es zu fühlen gibt. Überraschung! Kein Gefühl der Verlustangst oder ähnliches spürbar.

Mir wird klar, dass mein Verhalten ein alter Clotschen ist. Ich erinnere mich, dass ich in der Vergangenheit meinen Partnern gerne und häufig diese Fragen gestellt habe. Um Bestätigung zu bekommen. Um zu hören, dass das mit mir etwas Besonderes ist. Dass ich etwas Besonderes bin.

Ein gewohnter Mechanismus, den ich auf Wahrheit überprüfen darf. Den ich aktualisieren darf.

Durch mein Erkennen.

 

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